5 Tipps, wie Du Deinen Hund entspannen kannst

 

Wer mich kennt, der weiß: Entspannung bzw. Entspannungstraining ist eines meiner Lieblingsthemen im Hundetraining.

 

Warum ist das so?

Ich denke, das liegt schlicht und ergreifend daran, weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass es ein unglaublich wichtiges und oft stark vernachlässigtes Thema ist. Und aus ganz persönlicher Erfahrung weiß ich, wie gut es tut, wenn man Entspannung gelernt hat. Und ich weiß, dass es tatsächlich eines Trainings bedarf, um soweit zu kommen.

Für unsere Hunde gelten genau die gleichen Umstände und Gründe für Entspannung, wie für uns Menschen. Mangelnde Entspannung und zu hoher Stress und Aufregung beeinträchtigen die Lernfähigkeit, der Hund ist nicht mehr ansprechbar, kommt nicht zur Ruhe und letztendlich kann er auch körperlich krank werden.

Alles gute Gründe, dass Du mit Deinem Hund regelmäßig übst, sich zu entspannen.

 

Ich habe 5 Tipps für Dich zusammengestellt, die Euch beim Üben helfen werden:

 

direkte Entspannung
Finde heraus, welche Berührungen Dein Hund mag und genießt. Vielleicht mag er es, gebürstet zu werden? Toll, dann nutze dies zur direkten Entspannung mit ruhigen, langen Strichen. Oder streichel Deinen Hund an den Stellen, an denen er es mag. Auch bestimmte Massagetechniken oder -rituale können helfen, Deinen Hund zu entspannen. Diese Art der Entspannung könnt Ihr überall üben und den Hund somit schnell wieder in einen entspannten Zustand bringen.                                                                     

entspannende Düfte
Die Aromatherapie ist ja vielen bekannt. Auch, dass sie durchaus die gewünschte Wirkung erzielt. Das Gleiche gilt für den Hund. Mittels es passenden Duftes kannst Du Deinem Hund helfen, schneller und tiefer zu entspannen. Wenn Du Dir hier noch die klassische Konditionierung zu Nutze machst, kannst und den Duft gezielt mit dem Zustand der Ruhe für Deinen Hund verknüpfst, intensivierst Du die Wirkung noch mehr. Geeignete Düfte sind z.B. Kamille, Lavendel oder Zitrone. Achte unbedingt darauf, den Duft gering zu dosieren und ausschließlich naturreine Öle aus biologischem Anbau zu verwenden. Am besten werden diese mit einem neutralen Öl gemischt (Verhältnis 1:10). Es gibt aber auch sehr gute fertige Mischungen, z.B. von Easy Dogs

Entspannungsmusik
Es gibt spezielle Entspannungs-CDs für Hunde, allerdings kann Dein Hund durchaus auch genauso gut, bei der Entspannungsmusik Ruhe und Erholung finden, die auch Dir gut tut. Nachweislich bevorzugen Hunde schöne Klaviermusik. Auch hier kannst Du mittels konditionierter Verstärkung die entspannende Wirkung noch vertiefen: Du lässt die Musik wiederholt laufen, wenn Dein Hund gerade entspannt ist, sodass sein Gehirn den Zustand der Entspannung mit dieser Musik verknüpft. So wird Dein Hund noch schneller Ruhe und Entspannung empfinden, wenn er zukünftig diese Musik hört.

aktive Entspannung
Darunter versteht man entspannende Körperhaltungen, die Du vom Hund auf Signal abfragen kannst. Dies kannst Du einsetzen in Situationen, in denen Dein Hund (noch) ansprechbar ist. Hierzu gehören Dehnungen oder das „Down“ – Liegen auf dem Bauch mit dem Kinn flach auf dem Boden. Am besten kannst Du mittels der Verhaltensformung (shaping) dieses Verhalten als Übung aufbauen, sodass Du es dann auch mittels eines Signals abfragen kannst. Das Markersignal leistet Dir hierbei große Hilfe.

Komfortverhalten
Strecken, Wälzen, Schütteln – das ist Verhalten, welches man als „Komfortverhalten“ versteht. All diese Verhaltensweisen wirken auf Deinen Hund entspannend. Grund genug, sich dieses zu Nutze zu machen und auch unter Signal zu stellen. Das erreichst Du am besten durch „einfangen“ des Verhaltens mittels Markersignal und das Hinzufügen eines Wortsignals.